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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2008 Viele Unternehmen lassen Stellen wegen mangelnder Qualifikation der Bewerber unbesetzt

Dienstleister der Informationsgesellschaft: Viele Unternehmen lassen Stellen wegen mangelnder Qualifikation der Bewerber unbesetzt

Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"

Neuss / Mannheim, 13.10.2008

Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft, der sowohl IKT-Dienstleister als auch wissensintensive Dienstleistungsbranchen umfasst, geben etwa 24 Prozent der Unternehmen an, dass sie derzeit offene Stellen nicht besetzen können. Dabei sind die IKT-Dienstleister, zu denen Softwareunternehmen, IT-Dienste, IKT-Händler und Telekommunikationsdienstleister gehören, von dieser Problematik stärker betroffen als die wissensintensiven Dienstleister, also Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung und Werbung. Etwa 38 Prozent der IKT-Dienstleister können derzeit offene Stellen nicht besetzen, während dies nur für etwa 21 Prozent der wissensintensiven Dienstleister zutrifft. Besonders betroffen sind die IKT-Händler, von denen etwa 47 Prozent offene Stellen aktuell nicht besetzen können. Ein vergleichsweise geringes Problem stellen offene, nicht besetzbare Stellen für die Unternehmensberater, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer dar. Lediglich 17 beziehungsweise 18 Prozent dieser Unternehmen beklagen, zurzeit offene Stellen nicht besetzen zu können. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im September 2008 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung).

„Die Hauptursache dafür, dass Stellen nicht besetzt werden können, ist mit rund 93 Prozent der Nennungen die mangelnde Qualifikation der Bewerber“, sagt Jenny Meyer, Wissenschaftlerin am ZEW, „aber auch der grundsätzliche Mangel an Bewerbern und die Gehaltsvorstellungen der Bewerber sind den Unternehmen zufolge Ursachen für die Nichtbesetzung derzeit offener Stellen.“ Dabei fehlen vor allem Ingenieure sowie Bewerber aus sonstigen technischen Berufen und IT-Fachkräfte. Etwa 65 Prozent der Unternehmen, die derzeit offene Stellen nicht besetzen können, haben offene Stellen für Ingenieure oder sonstige technische Berufe. Offene Stellen für IT-Berufe gibt es in etwa 54 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft. Dies trifft besonders für die IKT-Dienstleister zu, während bei den wissensintensiven Dienstleistungen neben Stellen für Ingenieure und sonstige technische Berufe auch vermehrt offene Stellen für kaufmännische Berufe vorhanden sind.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax:  06 21 / 12 35-333

  meyer@zew.de
  www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:

ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)



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Ihr Ansprechpartner

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
Fax: 0 21 31 / 109-176

 analysen@creditreform.de
Downloads

ZEW Dienstleistungsreport: 3. Quartal 2008
(PDF, 163 KB)
ZEW Dienstleistungsreport: 3. Quartal 2008, Presseinfo Nr. 2
(PDF, 81 KB)
 
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